Reflecting Team 30.5.22

Die Aufgabe als Reflecting Team an diesem Morgen in der Wiedheck-Schule war für mich wie eine kleine Entdeckungsreise. Nicht nur konnte ich die unterschiedlichen Orte und Räume der Schule erkunden, sondern auch die verschiedenen Gruppen beobachten. Dabei wäre ich am liebsten den ganzen Morgen bei allen Gruppen gleichzeitig gewesen, denn in jeder Gruppe kam im Verlauf des Morgens eine ganz eigene Dynamik zustande, die ich sehr spannend fand und nicht verpassen wollte.
So fing die kleine Gruppe mit den Hula-Hoop-Reifen damit an, sich im Freien Bewegungen und Spiele mit den Reifen auszudenken. Viele kreative Ideen kamen von den Kindern selbst, die geduldig erklärt wurden. Dabei wurde ein sehr respektvoller Umgang gepflegt und alle haben aufmerksam zugehört und nachgefragt, ob die Bewegungen richtig wiederholt wurden. Mit der Zeit verlagerte sich die Gruppe in die Turnhalle, wo aus Stoffresten Spinnennetze in den Reifen geknüpft wurden. Währenddessen kamen zwanglose Gespräche zustande. Auffallend war dabei das große Interesse der Kinder am Gegenüber. Die Gruppe wirkte zudem sehr ruhig und entspannt.
In der Gruppe, die mit den Sinnen gearbeitet hat, wurde ein Spiel gespielt, bei dem einem Kind die Augen verbunden wurden und es von den anderen blind durch die Schule geführt wurde. Das Kind musste dann den Ort erraten. Dafür wurde zunächst in der Runde geklärt, was die Sinne sind, wie das Spiel funktioniert und demokratisch über die Gruppenaufteilung abgestimmt. Dabei kamen alle zu Wort und die Einigung lief fair ab. Während des Spiels fiel auf, dass die Kinder sehr viel Rücksicht aufeinander nahmen und sich gegenseitig vertrauen konnten. Im Anschluss folgte eine Reflexion in der Gruppe darüber, wie das Spiel lief und wie sich die Kinder gefühlt hatten. Dabei deckten sich die Reflexionen mit meiner Beobachtung.
Die Tanzgruppe fing indes im Freien damit an, weitere Tücher zu bemalen. Die Kinder zeigten eine große Freude am eigenständigen Experimentieren und fanden unterschiedliche Verwendungen für die Textil-Sprühfarben und kombinierten sie mit Stiften. Manche Ideen wurden von anderen Kindern und Kleingruppen aufgegriffen und weitergeführt. Parallel wurde Musik gehört und manche Kinder sangen und tanzten spontan dazu, was dazu führte, dass sich die Gruppe nach einer Weile teilte. Ein Teil blieb draußen und bemalte die Tücher, der andere Teil ging in die Turnhalle, um dort einander diverse Choreografien zu zeigen, zu erklären und zu üben. Als ich in die Turnhalle kam und eine nahezu fertige Choreografie sah, war ich sprachlos.
Ich bin sehr gespannt, wie sich die Gruppen an den nächsten Terminen weiterentwickeln.

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