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Sitzung vom 12.07.2021

Das (buchstäblich) krönende Finale der Schatzkiste fand live und vor Ort an der Wiedheckschule statt. 

Zum ersten Mal habe ich die Klasse getroffen, mit der wir sonst nur über das Internet kommuniziert haben. Zum ersten Mal habe ich auch meine Mitstudierenden live und in Farbe sehen können. Ich war sehr erleichtert, dass ich mich auf Anhieb mit allen Beteiligten gut verstanden habe. Es hat super viel Spaß gemacht mit denen Kindern endlich zusammen arbeiten zu können. Die letzte Aufgabe der Schatzkiste bestand darin, Regenmacher für Meri zu bauen. Die Umsetzung des Arbeitsauftrags hat gut geklappt, auch wenn danach die Klasse etwas verwüstet aussah. Die Kinder waren alle sehr offen und nett zu uns. Ich hatte das Gefühl, dass sie gegenüber meinen Kommilitoninnen, die sie von letzter Woche schon kannten noch etwas aufgeschlossener waren. Eine ganz natürliche Reaktion. Gemeinsam mit den Kindern haben wir uns die Geschichte von Meri ein letztes Mal angehört. Danach kam natürlich die Frage auf „Aber wer ist Meri überhaupt?“. Die Antwort hat ein Schüler gut formuliert „wir sind alle Meri“. 

Im Anschluss sind wir zusammen auf den Schulhof gegangen. Wir alle haben uns Hand in Hand zusammengestellt und dabei die Form eines Schiffes gebildet (natürlich Meris Schiff). Jeder durfte einmal an die Spitze treten und wurde von den übrigen Kindern gefeiert. Diesen Schritt fand ich besonders schön. In der Uni lernen wir immer wieder, dass die Würdigung von Schülerarbeiten an erster Stelle kommen sollte und ich denke, dass das damit erreicht wurde. Danach hatten die Kinder die Möglichkeit, uns mitzuteilen, was sie von diesem Abenteuer alles mitnehmen werden. Die meisten Schüler haben dabei mitgeteilt, dass sie vorrangig Stolz empfinden für das  Bewältigen der Arbeitsaufträge. Ebenfalls wurde oft erwähnt, dass die Kinder sehr glücklich darüber waren, kreativ Tätig zu werden, da sie dafür im normalen Schulalltag nicht oft die Gelegenheit zu haben. Ich glaube, dass vor allem das Arbeiten in einer Gemeinschaft hier sehr hilfreich und ausgleichend gewirkt hat, nachdem die Schüler auch eine lange Zeit nur daheim im Lockdown gesessen haben. 

Der Abschluss unserer Reise bestand darin, dass wir Kommilitonen noch einmal von den Schülern gekrönt wurden. 

Nachdem wir uns von der Klasse verabschiedet haben, gab uns Frau Delitala-Möller nochmal die Gelegenheit einer abschließenden Reflexion. Nach der gemeinsamen Arbeit mit den Kindern konnte ich für mich auch neue Motivation schöpfen. Das Studium besteht meistens leider nur aus theoriebasierenden Seminaren, Vorlesungen oder Klausuren sodass man schnell den Anschluss verliert an die Tätigkeit, die man später mal ausüben möchte. Ich hatte letztendlich das Gefühl, dass ich viel mitnehmen konnte an Inspiration und Kraft. 

Sitzung vom 05.07.2021

An der heutigen Sitzung konnte ich krankheitsbedingt leider nicht teilnehmen. Trotz negativen Test und Impfung habe ich lange überlegt, ob ich trotzdem zum ersten Treffen an der Schule kommen soll. Letztendlich habe ich mich allerdings dagegen entschieden, auch da ich selbst sehr viel Respekt und Angst gegenüber Corona empfinde. 

Trotzdem wurde ich von den anderen Kommilitonen auf den Laufenden gehalten, wie das erste Treffen mit den Schülern verlaufen ist. Über die App „Signal“ bin ich mit meinen Mitstudierenden im Verbindung geblieben und war begeistert, von dem Feedback, dass mir erzählt wurde. Um einen noch besseren Eindruck zu bekommen, habe ich zusätzlich die Reflexionen der Sitzung durchgelesen. Eigentlich berichten alle Teilnehmer von ähnlichen Erfahrungen. Die Vorfreude bei mir steigt. Ich freue mich auf die kommende Woche!

Sitzung vom 28.06.2021

Momentan habe ich das Gefühl, mir wächst alles über den Kopf. Vorlesung. Übung. Seminar. Übungsbogen. Stundenplanung. Lernen. Arbeiten. Der Kreislauf geht wieder von vorne los. Was ist Freizeit überhaupt. Mein Tag beginnt meistens damit, dass ich morgens aufstehe und anfangen zu lernen. Danach kommt die nächste Vorlesung. Die Fahrt zur Uni. Ich komme heim und lerne wieder, bis ich ins Bett gehe. Soll Studium so aussehen? Liegt es einfach an dem Semester und wird es nächstes Semester anders werden? Warum habe ich so wenig praxisbezogene Seminare. Es ist alles so theoriebasiert. Außer die Schatzkiste. Ich habe das Gefühl, hier tätig sein zu können und tatsächlich wichtige Inhalte mitnehmen zu können, die ich für meinen späteren Beruf brauche, ohne 24/7 unter Druck zu stehen. Frau Delitala-Möller bietet uns einen Rahmen, in dem wir uns frei bewegen können; in dem ich mit anderen Studierenden zusammen kreativ und frei arbeiten kann. Ich kenne keine andere Lehrveranstaltung, die Studenten diese Möglichkeit bietet. Ich bin froh, dass es den Anderen genauso geht. In der anfänglichen Fragerunde, die es bei jedem Treffen gibt, teilen die anderen Teilnehmer des Seminars ähnliche Erfahrungen. Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass wir wie eine kleine Gemeinschaft geworden sind. 

Sitzung vom 21.06.2021

Die heutige Sitzung konnte zum ersten Mal in der Lernwerkstatt stattfinden. Die Teilnehmer, die keine Möglichkeit hatten, in Präsenz vor Ort zu sein, durften weiterhin online teilnehmen. Durch meinen engen Stundenplan und der Tatsache, dass ich eine Anfahrt von 1 Stunde habe, habe ich beschlossen, an dem Seminar online teilzunehmen. Es war ein seltsames Gefühl, die anderen Kursteilnehmer miteinander agieren zu sehen, während man selbst Zuhause hockt. Frau Delitala-Möller hat mit uns dann einen virtuellen Rundgang durch die Lernwerkstatt gemacht. Die Lernwerkstatt ist schön, jedoch noch ein wenig leer eingerichtet. Frau Delitala-Möller erklärt uns, dass noch weitere Einrichtungsgegenstände folgen werden und wir auch gerne bei der Einrichtung mithelfen können. Ich fühle mich trotzdem von den anderen Kursteilnehmern distanziert. Ich ärgere ich über meinen Stundenplan und über die Tatsache, dass ich leider nicht kommen konnte. 

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