SCHATZKISTE 2022 – Hier geht’s los!

LIEBE KINDER!

Auch dieses Jahr sind wir wieder sieben Studierende der Kunsthochschule in Saarbrücken mit unserer Dozentin. Einige von uns wollen später Lehrerinnen werden, andere Museumspädagoginnen und zwei von uns sind Studierende aus Italien, die dieses Semester am Erasmusprojekt teilnehmen!

Jede Woche werden wir euch endlich wieder in der Schule besuchen können und zusammen eure spannenden Ideen verwirklichen! Die Schatzkiste ist gepackt: Wir freuen uns auf euch!!!!!

Herzlich willkommen zum Blog unserer SCHATZKISTE 2022!

Liebe Blogbesucher*innen,

wir möchten den gemeinsamen Lernprozess in der systemisch konzipierte Lehrveranstaltung „Performative Kunstvermittlung und Heterogenität – Die Schatzkiste“ allen Interessierten zugänglich machen.

Viel Freude beim Lesen, Schauen und Hören, wir freuen uns auf eure Kommentare!

„Herzlich willkommen zum Blog unserer SCHATZKISTE 2022!“ weiterlesen

ALK

Mit der vierten Sitzung startete das Schatzkistenprojekt zum ersten Mal für dieses Semester in der Grundschule. Ich war aufgeregt, ebenso wie die Kinder auch. Schnell stellte ich fest, dass die Schüler*innen voller kreativer Ideen steckten, sodass meine ursprünglichen Ideen nur zum Teil umgesetzt werden konnten und erstmal in den Hintergrund treten mussten. Dieses Gefühl war mir neu und zunächst ungewohnt. Ich bin gespannt, wie sich das Projekt in den nächsten Wochen entwickelt.

GM

Am Montag, den 16. Mai fand das erste Treffen mit den Kindern statt, es war meine erste Erfahrung und aus diesem Grund war ich ein wenig eingeschüchtert, da ich Angst hatte, sie nicht unterhalten zu können und sie zum Spaß zu bringen. Aber dank der Unterstützung von Gifse und der endlosen Phantasie der Kinder verlief dieses Treffen sehr gut. Wir ließen den Kindern die volle Freiheit, uns vorzustellen, wofür die Objekte, die wir zuvor ausgewählt hatten, verwendet werden könnten, eine Aktion, die es uns ermöglichte, zu erraten, was ihr Wille und ihre Interessen waren. Nachdem wir die von ihnen bevorzugten Objekte individuell ausgewählt hatten, ließen wir sie frei zu erkunden, und jeder von ihnen führte eine Aktivität nach seinem Geschmack durch. Als wir wieder vereint waren, wurde uns erzählt, was sie getan und geschaffen hatten, und wir konnten ihre Begeisterung schätzen, die gemachten Erfahrungen zu erzählen. Dieser sehr freie Ansatz ermöglichte es uns, viel Feedback zu erhalten, was dazu beitrug, uns ein Bild von einigen Aktivitäten, die wir beim nächsten Mal vorschlagen könnten (automatisch übersetzt).

(original) Lunedì 16 Maggio si è tenuto il primo incontro con i bambini, era la mia prima esperienza e per questo motivo ero un pò intimorita, poichè temevo di non riuscire a intrattenerli e farli divertire. Ma grazie al supporto di Gifse e l’infinita immaginazione dei bambini, questo incontro è andato molto bene. Abbiamo lasciato ai bambini la piena libertà di immaginare a cosa sarebbero potuti servire gli oggetti che avevamo precedentemente selezionato, azione che ci ha permesso di intuire quali fossero le loro volontà ed i loro interessi. Dopo aver scelto singolarmente gli oggetti che preferivano, li abbiamo lasciati liberi di esplorare, ed ognuno di loro ha svolto un’attività a proprio piacere. Una volta riuniti, ci siamo fatte raccontare cosa avessero fatto e creato, ed abbiamo potuto apprezzare il loro entusiasmo nel raccontare le esperienze fatte. Questo approccio molto libero ci ha permesso di ricevere molti feedback che hanno aiutato a farci un’idea su alcune attività che potremmo proporre la prossima volta.

GC

Das 1. Mal an der Wiedheckschule Saarbrücken: Der vergangene Montagmorgen war geprägt von Ungewissheit, Vorfreude und Spannung auf das Kennenlernen der Projektklasse. Obgleich ich in der Vergangenheit bereits einige Praktika in diversen Grundschulen absolvieren und dadurch wertvolle Erfahrungen sammeln durfte, lassen sich Letztere dennoch keineswegs mit den Eindrücken von dem 1. Besuch der Wiedheckschule vergleichen.

Diesmal gab es keinen strikten Plan, an den es sich zu halten ging. Diesmal existierte auch kein vorab klar definiertes Unterrichtsziel. Sich hierauf – nicht nur theoretisch in Gedanken, sondern auch in der gelebten Praxis – vollends einzulassen, erforderte zugegebenermaßen einige Minuten Gewöhnungszeit. Allerdings bestätigten die positiven Reaktionen und kreativen Einfälle der Kinder sehr schnell, dass es für die Schatzkiste wohl kein besseres Vorgehen geben könnte. Die Schüler*innen, welche die Schatzkiste in diesem Jahr bereits zum 3. Mal miterleben und vor allem -gestalten, zeigten von Anfang an großes Interesse. Mehr Vorgaben seitens Studierender hätten die Motivation und die damit verbundenen Ideen der Kinder womöglich enorm eingeschränkt und dadurch den kreativen Prozess behindert. Zugleich ist jedoch ebenfalls klar geworden, dass Impulse, die ohne lenkenden Charakter anregen, durchaus wichtig sind. Ich denke, dass das Projekt Schatzkiste den idealen Rahmen bietet, um sich in der Formulierung eben jener Impulse auszuprobieren.

SB

Die dritte Sitzung war voll von Entdeckungen. Ganz nach dem Motto der performativen Pädagogik „das tun, was man sagt“ haben wir uns im LÄB umgesehen und Gegenstände gesammelt, die in die Schatzkiste wandern sollen. Dabei haben wir uns überraschen lassen, was uns in den vielen Schränken und Schubladen erwartet. Genauso sollen die Kinder überrascht sein, wenn sie die Schatzkiste öffnen und die Gegenstände entdecken. Wir haben mit dem gearbeitet, was da war, und gesammelt, was wir gefunden haben. Daneben haben manche auch etwas von Zuhause mitgebracht. Auf eine ähnliche Weise werden wir in der Schule mit dem arbeiten, was wir haben. Denn die Kinder leben schon genau wie wir in einem System und auf diese gegebene Situation werden wir versuchen, uns einzulassen. Die vielen Objekte haben uns zu verschiedensten Ideen und Impulsen inspiriert. Am Ende sollen jedoch die Kinder selbst entscheiden, was sie gerne machen möchten. Wir werden schauen, was die Kinder ausprobieren und wie sie handeln und uns danach richten. Das erfordert natürlich etwas Mut. Dass wir die Angst vor Chaos und Ungewissheit verlieren, soll auch das Ziel sein – und genau das kann ich gut gebrauchen.

ALK

In der dritten Sitzung wurden die Ideen für das Schatzkistenprojekt konkreter. Jeder konnte verschiedene Gegenstände in die Kiste legen, die er oder sie für die Arbeit mit den Grundschulkindern in Betracht zog. Schön zu sehen war einerseits, dass sich in den unterschiedlichen Gegenständen zum Teil die Eigenschaften und Talente widerspiegelten, die wir in der vorherigen Woche herausgearbeitet haben. Interessant war aber auch, bei mir selbst zu beobachten, dass ich bei der Suche nach Gegenständen auch ganz neue Ideen entwickelt und mich für andere Dinge geöffnet habe, als ich zuvor dachte.

GM

Im dritten Treffen konzentrierten wir uns auf die Richtung, die gemeinsam mit den Kindern eingeschlagen werden soll, ob ein präziserer und kanalisierter Weg ist oder ob man freier und durch ihren Willen konditionierter ist. Nach einigen Überlegungen haben wir uns für den zweiten Ansatz entschieden, da wir es für wichtig hielten, den Reizen der Kinder zu folgen, was ich auch für uns für sehr nützlich halte, da es uns ermöglicht, ihren ursprünglichen Ideenfluss ohne Einschränkungen zu nutzen und uns eine große persönliche Bereicherung zu bringen. Schließlich wählten wir aus, welche Objekte in die Schatzkiste gelegt werden sollten, dachten über ihre mögliche Funktion nach und bekamen eine Vorstellung davon, welche Aktivitäten durchgeführt werden sollten, die zu Variationen und Neuheiten neigen, die Kinder wahrscheinlich mitbringen werden. (automatisch übersetzt)

(original) Nel terzo incontro ci siamo focalizzati sulla direzione da prendere insieme ai bambini, se una strada più precisa e incanalata o se una più libera e condizionabile dal loro volere. Dopo alcune riflessioni abbiamo optato per il secondo approccio, poiché abbiamo reputato importante seguire gli stimoli dei bambini, cosa che considero molto utile anche per noi, dato che ci permette di usufruire del loro originale flusso di idee senza alcun vincolo, portandoci un enorme arricchimento personale. Abbiamo infine scelto che oggetti mettere all’interno dello scrigno del tesoro, ragionando su una loro possibile funzione e ci siamo fatti un’idea su che attività svolgere, propensi alla variazione e alle novità che probabilmente i bambini porteranno.

GC

Nachdem die Schatzkiste in der letzten Sitzung bereits mit unseren Talenten, Fähigkeiten und Persönlichkeitsmerkmalen befüllt wurde, sammelten wir heute konkrete Materialien, welche ebenfalls ihren Platz in der Schatzkiste finden sollten. Die bunt zusammengewürfelten und gleichzeitig doch nach eigenen Interessen sorgfältig ausgewählten Gegenstände stellen das Gerüst unseres geplanten ersten Schulbesuchs dar. Sie sollen den Kindern Impulse geben, die zum Kreativwerden anregen.

Die Schwierigkeit für uns als Seminarteilnehmer*innen liegt nun meines Erachtens darin, sich auf das Ungewisse, das auf das Öffnen der Schatzkiste folgt, voll einzulassen. Noch kann niemand mit Gewissheit sagen, wohin die Reise geht oder ob und welche Materialien ansprechend auf die Kinder wirken. Daher gilt es, die eigenen (unbewussten) Vorstellungen und Erwartungen außen vor zu lassen, damit gemeinsam mit den Schüler*innen ein großes Projekt entstehen kann. Getreu dem Motto: „Weg von der Zielorientierung, hin zur Prozessorientierung“ blicke ich daher sehr gespannt auf das Kennenlernen der Klasse und den Verlauf der Unterrichtsstunde.

GM

Im zweiten Treffen, das für mich das erste war, um uns kennenzulernen, schrieben wir auf Blätter einige der Qualitäten, die uns charakterisieren, die Aspekte unseres Charakters, die die umgebenden Menschen an uns bemerken. Wir sammelten sie in der Schatztruhe und Laura, die ein Blatt nach dem anderen fischte , ließ uns der Gruppe erklären, warum wir dieses Adjektiv / Wort eingefügt hatten. Es war wichtig zu beachten, wie sich unsere Gruppe gegenseitig ergänzte und wie unsere singulären und gegensätzlichen Eigenschaften miteinander verschmolzen und ausbalancierten. (automatisch übersetzt)

(original) Nel secondo incontro, che è stato il primo per me, per iniziare a conoscerci abbiamo scritto su dei fogli alcune delle qualità che ci caratterizzano, quegli aspetti del nostro carattere che le persone circostanti notano di noi. Le abbiamo raccolte dentro lo Scrigno del tesoro e Laura, pescando un foglio alla volta, ci ha fatto spiegare al gruppo il motivo per il quale avessimo inserito quell’aggettivo/parola. E‘ stato importante notare come il nostro gruppo si completasse, e come le nostre singolari e contrapposte caratteristiche si fondessero e si bilanciassero tra di loro.

SS

Die zweite Sitzung war gefüllt mit der Suche nach unseren Stärken, Talenten und positiven Eigenschaften. Diese schrieben wir auf Karten, legten sie in die Schatzkiste und Laura zog eine Karte nach der anderen. Die betreffende Person meldete sich dann zu Wort und erzählte warum man diese Eigenschaft hat/ wann man sie bemerkt hat/ oder jmd anderes hat sie bemerkt und wie sich diese äußert. Es stellt sich heraus, dass wir ein breites Spektrum an Eigenschaften abdecken. Manche tragen das Herz auf der Zunge, andere sind zurückhaltender oder überlegter (nur um mal ein Beispiel zu nennen). Manche haben Stärken, die man selbst gerne hätte, wodurch die sehr bunte Mischung sehr bereichernd ist. Im nächsten Schritt überlegen wir, welche Eigenschaft wir an die Kinder weitergeben wollen. Die Frage nach dem „Wie“ soll sich zum großen Teil mit den Kindern ergeben. Die Schatzkiste soll also lediglich mit Impulsen gefüllt werden, die unserem Bedürfnis entsprechen, uns ein Anliegen sind.