SCHATZKISTE 2021 – Hier geht’s los!

LIEBE KINDER!

Wir sind sieben Studierende und eine Dozentin der Kunsthochschule in Saarbrücken. Einige von uns wollen später Lehrerinnen und Lehrer werden, andere sind Künstlerinnen und Künstler.

Jede Woche werden wir euch per Flaschenpost eine Botschaft schicken!!!! Lest sie genau durch, schaut sie genau an, hört genau zu – dann dürft ihr loslegen und eurer Fantasie freien Lauf lassen!

MERIS PIRATENREICH – PER FLASCHENPOST INS ABENTEUER – Teil 1

Klick drauf und lausche!!

FLASCHENPOST Nr. 1

Klick auf die Flasche und leg los!

Herzlich willkommen zum Blog unserer SCHATZKISTE 2021!

Liebe Blogbesucher*innen,

wir möchten den gemeinsamen Lernprozess in der systemisch konzipierte Lehrveranstaltung „Performative Kunstvermittlung und Heterogenität – Die Schatzkiste“ allen Interessierten zugänglich machen.

Viel Freude beim Lesen, Schauen und Hören, wir freuen uns auf eure Kommentare!

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HP

Abschlussreflexion:

Ein sehr zeitintensives und nervenaufreibendes Semester geht zu Ende und damit leider auch unser Schatzkistenseminar. Dieses Seminar war für mich kein Pflichtseminar, sondern ein frei gewähltes. Ich kannte Laura bereits aus einem Workshop und war von ihrer Art zu unterrichten und Seminare zu leiten so überzeugt, dass ich mir fest vorgenommen hatte, ein weiteres Seminar bei ihr zu belegen. Umso glücklicher bin ich, dass es jetzt in meinem letzten Veranstaltungs-Semester noch geklappt hat und meine hohen Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern übertroffen wurden:

Wenn ich mir mein Traumseminar vorstelle, dann sehe ich einen Raum, in welchem alle möglichen Fragen, Antworten und Gedanken nicht nur akzeptiert, sondern wertgeschätzt und gegebenenfalls hinterfragt werden. Ein Ort, an welchem man neue Erfahrungen machen kann und jedes mal, wenn auch nur unterbewusst, etwas dazulernt. Ein Ort des Austauschs, der inspiriert und von welchem man Energie und Anregungen mitnehmen kann. Ein Ort mit Themen, die einen noch länger beschäftigen und nicht verfliegen, sobald man über die Türschwelle tritt.  Und einen genau solchen Raum stellte die Schatzkiste für mich dar. Während wir in anderen Seminaren und Veranstaltungen ( vor allem an der Universität) meist einen kompletten Rahmen vorgegeben bekommen, hatten wir in diesem Seminar unglaublich viele Freiheiten. Diese Freiheiten sorgten bei uns am Anfang noch für Ungewissheit. Doch schnell lernten wir mit dieser gewonnen Freiheit umzugehen und Laura erweckte und leitete unsere immer kreativer werdenden Einfälle. Ich kann mich an Sitzungen erinnern, in welchen unser Gedanken und Ideen nur so aus uns heraussprudelten und wir am Ende eine Menge wunderbaren kreative Möglichkeiten hatten Aufgaben zu Formen.

Aus all unseren Ideen entwickelte sich die Heldin samt abenteuerlicher Geschichte. Aber abschließend gesehen, ist Meri nicht die einzige Heldin die aus diesem Seminar herausgeht. Heldenhaft sind für mich auch die Schüler*innen, die mit ihren Beiträgen die Geschichte erst so richtig zum Leben erweckt haben. Heldenhaft sind die Lehrer*innen, die die Schüler*innen durch den turbulenten Alltag leiten und sich täglich neuen Herausforderungen stellen müssen. Heldenhaft sind für mich meine Kommilitoninnen diese Seminars, die trotz der schweren Zeit alle immer super Mitgearbeitet haben und die Schatzkiste mit wertvollen Beiträgen gefüttert haben. Heldenhaft ist für mich die Seminarleiterin Laura, die mit ihrer positiven Einstellung dieses Seminar erst zu dem gemacht hat, was es war: eine ganz wertvolle Schatzkiste. 

Abschließend lässt sich sagen, dass dieses Seminar eine sehr schöne Ergänzung zu meinem Studium darstellt. Ich bin dankbar für jede gewonnene Praxiserfahrung mit Schüler*innen, aber vor allem auch mit Kommilitoninnen. Die Zusammenarbeit empfand ich zu jedem Zeitpunkt als sehr angenehm und schön.
Und um ein letztes mal einen Bezug zu Meris-Abenteuer herzustellen: Mit dem außergewöhnlichen Seminarcharakter wurde nochmal ein bisschen frischer Wind in meine Segel geblasen und ich werde die Herangehensweise der performativen Kunstpädagogik auf jeden Fall in meinem späteren Arbeitsalltag einfließen lassen.

HP

Das Finale:

Krankheitsbedingt konnte ich leider an der Abschlussfeier nicht teilnehmen. Und obwohl ich nicht persönlich dabei war, habe ich viele Eindrücke übermittelt bekommen. Mithilfe der wunderbaren Blockbeiträge meiner Kommilitoninnen, habe ich das Gefühl, doch dabei gewesen zu sein. Noch heute lese ich Beiträge und befinde mich kurz mitten im Geschehen. Am schönsten, aus den Berichten hervorgehend, fand ich, dass alle Schüler*innen gekrönt wurden und dann sogar wir als Königinnen gefeiert wurden. Was ein schönes, wertschätzendes Ende für diese abenteuerliche Reise.

HP

Sitzung vom 05.07.

Pünktlich zu Beginn der Klausuren- und Prüfungsphase leiteten wir auch für die Schatzkiste langsam ein Finale ein. In dieser Sitzung trafen wir uns das erste mal vor Ort, also in der Grundschule! Von Beginn an hofften wir, dass wir gegen Ende des Corona-Semesters doch noch in die Schule dürfen und freuten uns um so mehr, als wir die Schüler*innen, die uns auf unserem Abendteuer begleitet haben doch noch persönlich kennen lernen durften. An diesem Termin bekamen wir die Möglichkeit die Euphorie und Energie der kleinen Abenteurer aufzusaugen, uns von den tollen Lehrerinnen inspirieren und mitreißen zu lassen und mit den liebgewonnenen Kommilitoninnen unbekannte Areale zu erkunden. Highlight für mich aber war der Sitzkreis am Ende. Wie richtige Piraten saßen wir da und lauschten gespannt den Gitarrenklängen die langsam eine wunderbare Melodie formten. Mit passenden Textzeilen wurde die Grundlage für Meris Piratenlied geschaffen. Wie wunderbar, dass ein online gestartete Projekt sich mit der Zeit zu einem visuellen, auditiven, taktilen Erlebnis entwickelte.

HP

Sitzung vom 28.06.


An diesem Termin fand sich ein Teil der Teilnehmerinnen in der Lernwerkstatt zusammen während der andere Teil sich nur online dazuschaltete. Während ich eine solche Situation in jedem anderen Seminar als schwierig empfunden hätte, stellte sie im Rahmen dieses Seminar überhaupt kein Problem dar. Aufgrund der bisherigen Herangehensweise an Aufgaben in diesem Seminar lernten wir früh, wie wir optimal zusammenarbeiten. Wir fungieren als Team und jeder weiß, wie er sich mit seinen Beiträgen am Besten einbringen kann. Zu diesem Teamgefühl trägt auch bei, dass wir jede Sitzung mit einer kleinen Fragerunde starten, in welcher jeder kurz darüber Auskunft geben kann, wie es einem geht und was einem womöglich auf dem Herzen liegt. Wie auch unsere Beiträge zu den Aufgaben werden unsere Antworten in der Fragerunde ebenfalls wertschätzend behandelt und das Gemeinschaftsgefühl wächst immer weiter. Mich wundert es daher nicht, dass die anschließende Zusammenarbeit und Kommunikation so wunderbar funktionierte und wir die letzten Vorbereitungen für die nächste Sitzung in der Schule trafen konnten.

AF – Abschlussreflexion

Drei Wochen sind seit unserem letzten Treffen mit der Schatzkiste schon vergangen. Nach der eher stressigen Klausurenphase hatte ich nun ein wenig Zeit, unsere Erlebnisse im Rahmen dieser Veranstaltung und meine persönlichen Gedanken dazu, Revue passieren zu lassen.

Ehrlich gesagt war ich zu Beginn des Semesters sehr unsicher, wie eine eher praktisch orientierte Veranstaltung, die auch auf einer guten Zusammenarbeit zwischen den Studierenden untereinander beruht, in einem Online-Semester umgesetzt werden kann. Doch wir alle haben uns auf diese außergewöhnliche Situation eingelassen und rückblickend wirklich das Beste daraus gemacht. Dabei gehört das Einlassen auf ungewisse Situationen nicht unbedingt zu meinen persönlichen Stärken, denn oft brauche ich einen genauen Rahmen, sodass ich mich mental darauf einstellen und vorbereiten kann.

Allgemein hat die Veranstaltung der Schatzkiste mich immer wieder aus meiner Comfort-Zone geholt, worüber ich sehr froh bin, denn so habe ich gemerkt, dass gerade dann etwas wunderschönes entstehen kann, wenn es nicht nach einem genauen Plan oder Vorstellungen läuft. Auch meine bisher erlangten Vorstellungen von Unterrichtsplanung wurden zumindest teilweise revidiert. Anders als bei vielen Fachrichtungen an der Universität vermittelt, ist es nicht von höchster Bedeutung die Unterrichtsstunden bis auf die Minute genau zu planen und mit schon vorher feststehenden Abläufen eine Stunde zu halten. Mit einem herzlichen, teilweise humorvollen und authentischen Auftreten gegenüber den Schülerinnen und Schülern und vielen Freiheiten können ganz besondere Stunden entstehen, wie wir sie dank unserer Dozentin, zum Beispiel mit dem gemeinsamen Komponieren von Liedern, erleben durften. Zusammen mit meinen Kommilitoninnen, unserer Dozentin und den Schülerinnen und Schülern ist ein sehr besonderes Projekt entstanden, bei dem von allen Beteiligten die verschiedenen Fähigkeiten, Meinungen und Stärken gefördert und geschätzt wurden.

Zum Abschluss möchte ich erwähnen, wie dankbar ich für die Möglichkeit bin im Rahmen meines Studiums endlich mal wieder praktische Erfahrungen mit den Grundschülern und Grundschülerinnen sammeln zu dürfen. Nach vielen sehr theoretischen Semestern war diese Veranstaltung eine gute Abwechslung und hat mich wieder daran erinnert, warum ich mich dazu entschlossen habe Grundschullehramt zu studieren.

VM – Abschlussreflexion

Die Schatzkiste ist ein sehr ungewöhnliches und bisher für mich sowohl an der HbK als auch an der Uni sehr einzigartiges Veranstaltungsformat.
In keinem anderen Seminar hatten wir so viel Freiraum: Wann wir arbeiten, mit wem wir arbeiten, wo, wie und vor allem was. In keinem anderen Seminar wusste man am Anfang so wenig über den weiteren Verlauf und das Endprodukt. Kein Seminar war so abwechslungsreich: Wir waren in Dudweiler, auf Teams, in Brebach und auf Google Meet. Und in keinem anderen Seminar hatte ich so intensiv mit den anderen KursteilnehmerInnen zu tun, dadurch, dass wir alle aufeinander angewiesen waren.
Ich habe eine für mich ganz neue Form von Teamarbeit kennen gelernt. Unser Projekt war keine Summe von gesammelten Einzelarbeiten, welche sich vielleicht sogar doppeln, wie es oft der Fall ist. Es war ein Produkt von verschiedenen Faktoren, die nicht unabhängig voneinander funktionieren konnten. Wir mussten durchgehend miteinander in Austausch stehen, was meine Organisations- und Kommunikationskompetenzen gefördert hat. Jeder einzelne war gefordert, seine eigenen Ideen einzubringen. Es war kaum möglich, in eine passive Arbeitrolle innerhalb der Gruppe zu verfallen.

Durch die Schatzkiste habe ich auf jeden Fall mein Vertrauen in mich selbst und die Kooperation im Team gestärkt. Ich hätte anfangs wirklich nicht erwartet, dass das alles so gut funktioniert; dass unterschiedliche Charaktere mit unterschiedlichen Ideen und Interessen so gut miteinander harmonieren und zielgerichtet arbeiten können, obwohl das Ziel stets relativ flexibel war.

Ein gut funktionierendes Chaos.

Ich bin wirklich froh, dass uns diese Gelegenheit durch Frau Delitala-Moeller geboten wurde und jeder im Team dazu bereit war, so viel Einsatz zu zeigen.

DP Abschlussreflexion

Sowohl das Semester und Meris Reise sind nun zu Ende. Jetzt haben wir alle etwas Zeit, ein wenig runterzukommen, zu entspannen und die letzten Monate revue passieren zu lassen.

Rückblickend bin ich sehr stolz auf alle Kursteilnehmer*innen und unsere Leistung in diesem Semester. Es war nicht immer einfach , besonders durch das nun dritte Onlinesemester waren alle zu Beginn etwas gefrustet und entmutigt. Dennoch haben wir es geschafft, gemeinsam ein tolles Projekt auf die Beine zustellen. Das Highlight war natürlich, das wir uns gegen Ende des Semestern noch live treffen konnten und auch mit den Schüler*innen gemeinsam arbeiten konnten. So konnten wir alle etwas Praxiserfahrung sammeln und diese in einem ganz neuen Kontext, nämlich viel freier und improvisierter als von den Praktika an der Universität gewöhnt.

Dennoch finde ich, das auch die online Version des Seminars gut funktioniert hat. Der Rahmen war sehr offen, was alle Kursteilnehmer*innen zu Beginn etwas verunsichert hat. Durch die Universität sind wir eben gewöhnt, dass wir feste Vorgaben haben, an die es sich zu halten gilt. Doch im Nachhinein bin sehr dankbar für die Freiheit, die Laura uns geboten hat. So haben wir wirklich den gesamten künstlerischen Prozess, mit anfänglichem „Nichts“ und Finden eines eigenen gemeinsamen Rahmens, durchlaufen. Die Grundidee hat sich dabei sogar schneller gebildet, als ich erwartet hatte. Alle haben ihre Ideen und Meinungen eingebracht, sodass unser Projekt sich wie von alleine immer weiter entwickelt hat und Interessen von jedem von uns beinhaltet.

Ich bin immer sehr dankbar für den willkommenen Gegensatz zu den theorielastigen, starren Universitäts-Kursen, den die HBK bietet. Weiterhin bin ich froh, das Seminar mit so tollen Leuten gemacht zu haben, die alle wirklich super im Team funktioniert haben! Ich hoffe in den nächsten Jahren stolpert noch die ein oder andere Lehrkraft über die Schatzkiste 2021, sodass sich noch ein paar Schüler*innen mehr an unserer Meri und ihrer Reise erfreuen können.

Abschlussreflexion – ER

Das Sommersemester 2021 ist vorbei. Die letzten 12 Wochen waren für mich ein ständiger Wechsel zwischen Höhen und Tiefen. Meine Klausuren habe ich gut überstanden. Die nächsten Klausuren folgen erst im Oktober. Bis dahin habe ich endlich Zeit, etwas Ruhe und Frieden zu finden. 

Neben dem Sommersemester ist ebenfalls Meris spannende Reise zu einem Ende gekommen. Die Schatzkiste wird für dieses Semester endgültig geschlossen, bis andere Studierende die Möglichkeit bekommen, sie wieder mit ihren Ideen zu füllen. 

Rückblickend werde ich den Montag-Morgen mit den Erfindern von Meri und der Schatzkisten-Crew  vermissen. Das Seminar hat mir die Möglichkeit geboten, mich kreativ mit Anderen zu entfalten. Ich konnte einen kompletten Prozess der Ideenfindung bis hin zum endgültigen Produkt betrachten und bin sehr froh, eine Teil davon gewesen zu sein. Ich hatte das Gefühl, dass die Schatzkiste das einzige Seminar war, bei dem wirklich Rücksicht auf uns Studenten genommen wurde; die einzige Veranstaltung, bei der wir tatsächlich mit eingebunden wurden. Jede Idee wurde wertgeschätzt; ich hatte immer das Empfinden, dass meine Beiträge dankbar aufgenommen und verarbeitet wurden. Ich habe mich selten von einer Dozentin so gut betreut gefühlt, wie es bei diesem Seminar der Fall war. Ich würde unsere Truppe schon fast als eine Gemeinschaft bezeichnet und ich denke, dass die Entwicklung von Meri uns für immer verbinden wird. 

Ich bin für jede Praxiserfahrung dankbar, die ich im Rahmen der Schatzkiste erlebt konnte. Ich finde die Schatzkiste hat für mich dieses Semester eine Art Äquivalent gebildet, zu den restlichen, mehr theoriebasierten Vorlesungen, die ich ansonsten belegt habe. In gewisser Weise hat die Schatzkiste für mich einen Ausgleich dargestellt, den ich ansonsten nicht gehabt hätte.

Der Start in das Seminar war für uns alle wohl etwas ungewohnt. Es war sehr offen gehalten. Ich konnte mich noch gut daran erinnern, wie am Anfang sogar öfters der Wunsch nach einem festeren Rahmen geäußert wurde, da viele von uns Studenten so festgefahren waren, in dem typischen Uni-Alltag. Mittlerweile bin ich allerdings sehr euphorisch darüber, so viel Freiraum für die Ideengestaltung erhalten zu haben. Ich schätze ohne diesen Freiraum wäre Meri nicht in der Art entstanden, wie wir sie heute kennen. Ich habe in diesem Seminar eine völlig neue Weise der Ideenfindung und Arbeitsform kennengelernt, die so in anderen Vorlesungen nicht vermittelt wird. Es hat seine Zeit gedauert, bis ich alle meine Hemmungen überwinden konnte, aber ich gehe letztendlich mit veränderter Haltung und neuer Kraft und Inspiration aus dem Seminar raus. 

Zum Schluss möchte ich mich noch bedanken, bei Frau Delitala-Möller und den Kursteilnehmern für die tolle Zusammenarbeit über das ganze Semester hinweg.

ER

Sitzung vom 12.07.2021

Das (buchstäblich) krönende Finale der Schatzkiste fand live und vor Ort an der Wiedheckschule statt. 

Zum ersten Mal habe ich die Klasse getroffen, mit der wir sonst nur über das Internet kommuniziert haben. Zum ersten Mal habe ich auch meine Mitstudierenden live und in Farbe sehen können. Ich war sehr erleichtert, dass ich mich auf Anhieb mit allen Beteiligten gut verstanden habe. Es hat super viel Spaß gemacht mit denen Kindern endlich zusammen arbeiten zu können. Die letzte Aufgabe der Schatzkiste bestand darin, Regenmacher für Meri zu bauen. Die Umsetzung des Arbeitsauftrags hat gut geklappt, auch wenn danach die Klasse etwas verwüstet aussah. Die Kinder waren alle sehr offen und nett zu uns. Ich hatte das Gefühl, dass sie gegenüber meinen Kommilitoninnen, die sie von letzter Woche schon kannten noch etwas aufgeschlossener waren. Eine ganz natürliche Reaktion. Gemeinsam mit den Kindern haben wir uns die Geschichte von Meri ein letztes Mal angehört. Danach kam natürlich die Frage auf „Aber wer ist Meri überhaupt?“. Die Antwort hat ein Schüler gut formuliert „wir sind alle Meri“. 

Im Anschluss sind wir zusammen auf den Schulhof gegangen. Wir alle haben uns Hand in Hand zusammengestellt und dabei die Form eines Schiffes gebildet (natürlich Meris Schiff). Jeder durfte einmal an die Spitze treten und wurde von den übrigen Kindern gefeiert. Diesen Schritt fand ich besonders schön. In der Uni lernen wir immer wieder, dass die Würdigung von Schülerarbeiten an erster Stelle kommen sollte und ich denke, dass das damit erreicht wurde. Danach hatten die Kinder die Möglichkeit, uns mitzuteilen, was sie von diesem Abenteuer alles mitnehmen werden. Die meisten Schüler haben dabei mitgeteilt, dass sie vorrangig Stolz empfinden für das  Bewältigen der Arbeitsaufträge. Ebenfalls wurde oft erwähnt, dass die Kinder sehr glücklich darüber waren, kreativ Tätig zu werden, da sie dafür im normalen Schulalltag nicht oft die Gelegenheit zu haben. Ich glaube, dass vor allem das Arbeiten in einer Gemeinschaft hier sehr hilfreich und ausgleichend gewirkt hat, nachdem die Schüler auch eine lange Zeit nur daheim im Lockdown gesessen haben. 

Der Abschluss unserer Reise bestand darin, dass wir Kommilitonen noch einmal von den Schülern gekrönt wurden. 

Nachdem wir uns von der Klasse verabschiedet haben, gab uns Frau Delitala-Möller nochmal die Gelegenheit einer abschließenden Reflexion. Nach der gemeinsamen Arbeit mit den Kindern konnte ich für mich auch neue Motivation schöpfen. Das Studium besteht meistens leider nur aus theoriebasierenden Seminaren, Vorlesungen oder Klausuren sodass man schnell den Anschluss verliert an die Tätigkeit, die man später mal ausüben möchte. Ich hatte letztendlich das Gefühl, dass ich viel mitnehmen konnte an Inspiration und Kraft. 

Sitzung vom 05.07.2021

An der heutigen Sitzung konnte ich krankheitsbedingt leider nicht teilnehmen. Trotz negativen Test und Impfung habe ich lange überlegt, ob ich trotzdem zum ersten Treffen an der Schule kommen soll. Letztendlich habe ich mich allerdings dagegen entschieden, auch da ich selbst sehr viel Respekt und Angst gegenüber Corona empfinde. 

Trotzdem wurde ich von den anderen Kommilitonen auf den Laufenden gehalten, wie das erste Treffen mit den Schülern verlaufen ist. Über die App „Signal“ bin ich mit meinen Mitstudierenden im Verbindung geblieben und war begeistert, von dem Feedback, dass mir erzählt wurde. Um einen noch besseren Eindruck zu bekommen, habe ich zusätzlich die Reflexionen der Sitzung durchgelesen. Eigentlich berichten alle Teilnehmer von ähnlichen Erfahrungen. Die Vorfreude bei mir steigt. Ich freue mich auf die kommende Woche!

Sitzung vom 28.06.2021

Momentan habe ich das Gefühl, mir wächst alles über den Kopf. Vorlesung. Übung. Seminar. Übungsbogen. Stundenplanung. Lernen. Arbeiten. Der Kreislauf geht wieder von vorne los. Was ist Freizeit überhaupt. Mein Tag beginnt meistens damit, dass ich morgens aufstehe und anfangen zu lernen. Danach kommt die nächste Vorlesung. Die Fahrt zur Uni. Ich komme heim und lerne wieder, bis ich ins Bett gehe. Soll Studium so aussehen? Liegt es einfach an dem Semester und wird es nächstes Semester anders werden? Warum habe ich so wenig praxisbezogene Seminare. Es ist alles so theoriebasiert. Außer die Schatzkiste. Ich habe das Gefühl, hier tätig sein zu können und tatsächlich wichtige Inhalte mitnehmen zu können, die ich für meinen späteren Beruf brauche, ohne 24/7 unter Druck zu stehen. Frau Delitala-Möller bietet uns einen Rahmen, in dem wir uns frei bewegen können; in dem ich mit anderen Studierenden zusammen kreativ und frei arbeiten kann. Ich kenne keine andere Lehrveranstaltung, die Studenten diese Möglichkeit bietet. Ich bin froh, dass es den Anderen genauso geht. In der anfänglichen Fragerunde, die es bei jedem Treffen gibt, teilen die anderen Teilnehmer des Seminars ähnliche Erfahrungen. Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass wir wie eine kleine Gemeinschaft geworden sind. 

Sitzung vom 21.06.2021

Die heutige Sitzung konnte zum ersten Mal in der Lernwerkstatt stattfinden. Die Teilnehmer, die keine Möglichkeit hatten, in Präsenz vor Ort zu sein, durften weiterhin online teilnehmen. Durch meinen engen Stundenplan und der Tatsache, dass ich eine Anfahrt von 1 Stunde habe, habe ich beschlossen, an dem Seminar online teilzunehmen. Es war ein seltsames Gefühl, die anderen Kursteilnehmer miteinander agieren zu sehen, während man selbst Zuhause hockt. Frau Delitala-Möller hat mit uns dann einen virtuellen Rundgang durch die Lernwerkstatt gemacht. Die Lernwerkstatt ist schön, jedoch noch ein wenig leer eingerichtet. Frau Delitala-Möller erklärt uns, dass noch weitere Einrichtungsgegenstände folgen werden und wir auch gerne bei der Einrichtung mithelfen können. Ich fühle mich trotzdem von den anderen Kursteilnehmern distanziert. Ich ärgere ich über meinen Stundenplan und über die Tatsache, dass ich leider nicht kommen konnte. 

Meris Reise ist nun beendet und auch die Schatzkiste wurde vergangene Woche ein letztes mal geöffnet.

Daraus, beziehungsweise aus unseren Gedanken, sind in den letzten Wochen die schönsten Dinge hervorgekommen. Wir haben gemeinsam gemalt, gebastelt, geschrieben, musiziert oder einfach nur gequatscht und gelacht.
Die Schatzkiste war ein großartiges Projekt, dass viel Freude bereitet und uns alle bereichert hat.
Das Besondere daran ist, dass diese Geschichte nur durch unsere Zusammenarbeit entstehen konnte, da jeder seinen Teil dazu beigetragen hat.
Sogar die Schüler haben genau diesen Gedankengang erkannt. So hieß es beim letzten treffen „ Die Klasse hat das geschafft und in uns allen steckt Meri“.
Das hat uns als „mitreisende Seminarteilnehmer “ natürlich in unserer Arbeit bestätigt und Stolz gemacht.
Deutlich geworden ist dabei vor allem, wie wichtig eine gute Klassengemeinschaft ist und dass ein positives Umfeld und vor allem gegenseitiges Vertrauen die Grundvoraussetzungen für das Gelingen dieses Projektes waren.

Für uns alle war der so offen gehaltene Start in das Projekt zunächst ungewohnt, sodass wir erst aus den, sonst so starren Denkmustern ausbrechen mussten. Doch waren diese Hemmungen erst ein mal abgelegt, so konnten die Gedanken völlig frei kreisen. Bereits nach einem Treffen hat sich dann schon der rote Faden entwickelt, an dem wir uns während der Vorbereitungen der Geschichte entlanghangeln konnten.

Bald haben wir auch gemerkt, dass wir nicht nur zu Beginn offen für alles Neue sein sollen, sonder dass dieser Grundsatz generell gültig ist. Aufmerksamkeit und Aufgeschlossenheit sind ebenso wichtig um auf sich ändernde Bedingungen reagieren zu können. Dann muss es auch nicht immer nach Plan gehen, es kommt immer darauf an, was man aus den gegeben Möglichkeiten macht. So hat sich auch während des Seminars gezeigt, dass man sich mit einer solchen Einstellung auch über die kleinen Dinge ganz groß freuen kann. Genau das haben uns sie strahlenden Kinderaugen beim Abschluss des Projektes widergespiegelt.
Mit keiner Silbe wurde danach gefragt, was denn unser Schatz seie, niemand scheint etwas großes Materielles erwartet zu haben. Vielleicht war die gemeinsame, abwechslungsreiche Arbeit einfach das größte Geschenk für alle.