KK – Reflecting Team – Heterogenität 18.06.2018

Zu Beginn der Sitzung sollen die einzelnen Gruppen ihre Zwischenergebnisse kurz vorstellen, damit jeder auf dem gleichen Stand ist. Teilweise werden dazu von den Dozentinnen oder auch von den anderen Studierenden Fragen gestellt oder Anmerkungen gemacht. Generell bringen sich in dieses Gespräch fast alle Studierenden ein, einzelne halten sich eher zurück. Auffällig ist, dass die Theatergruppe sich als einzige zu allen Beiträgen äußert. Dies liegt wohl daran, dass sie die einzigen sind, die mit allen Gruppen in irgendeiner Form zusammenarbeiten müssen und daher bereits einige Absprachen getroffen haben. Außerdem sind sie zu diesem Zeitpunkt die einzige Gruppe, die den gesamten Ablauf der Aufführung bereits kennt. Das gesamte Gespräch wird jedoch eigentlich nicht durch einzelne Personen gelenkt. Zum Teil lenken die Dozentinnen ein wenig, größtenteils nehmen sich aber alle Gesprächsteilnehmer mithilfe der Meldekette gegenseitig dran oder es wird, je nach Situation, sogar einfach ohne Meldung gesprochen. Dies stört jedoch gar nicht, da trotzdem jeder der möchte zu Wort kommt. Während des Gesprächs kommen noch zwei Personen, die sich verspätet hatten, einzeln in den Raum. Da noch zwei Stühle im Kreis frei sind und die beiden sich direkt dazusetzen können, stört ihr Kommen das Gespräch nicht. Im Laufe des Gesprächs wird es außerhalb des Raumes immer lauter, bis eine Person aufsteht und die Tür schließt. Doch auch an dieser Stelle wird das Gespräch nicht unterbrochen und die Person setzt sich lautlos wieder in den Kreis. „Wollen wir das Publikum in die Aufführung mit einbeziehen?“ Diese Frage kommt im Gespräch auf und wurde auch bereits von den Kindern gestellt. Darüber wird zunächst etwas diskutiert, es wird aber relativ schnell beschlossen, dass die Frage gemeinsam mit den Kindern noch mal aufgegriffen werden soll, damit diese in die Entscheidung einbezogen werden können. Ein weiterer auffälliger Aspekt in dieser Phase in Bezug auf die Heterogenität ist die Vorstellung der Künstlergruppe. Diese Gruppe wird nur von einem Studierenden betreut, welcher zu diesem Zeitpunkt im Reflecting Team ist und deshalb nicht im Kreis sitzt. Während er die Zwischenergebnisse seiner Gruppe vorstellt, drehen sich, bis auf eine Studierende, alle zu ihm um. Alle hören aufmerksam zu und auch die Studierende, die sich nicht umdreht, scheint trotzdem aufmerksam zu sein. Das Gespräch dauert insgesamt ungefähr 45 Minuten. Danach erfolgt direkt der Übergang in die Arbeitsphase, welche zwei Arbeitsaufträge beinhaltet. Es fällt auf, dass eine Person sich direkt einem Arbeitsauftrag widmet, während eine andere Person noch versucht die Gruppen zu koordinieren. Nach und nach beginnen jedoch alle mit dem ersten Arbeitsauftrag und diejenigen, die zuerst fertig sind, kümmern sich dann gemeinsam um die zweite Aufgabe. Da nicht alle Gruppen gleichzeitig fertig sind, besprechen einzelne Gruppen in der restlichen Zeit noch ihr weiteres Vorgehen oder helfen bei der Bearbeitung des zweiten Arbeitsauftrags. Die Arbeitsphase dauert etwas länger als geplant, es folgt trotzdem noch eine Rückmeldung der Dozentinnen sowie eine kurze Reflexionsrunde, in der alle ihre Eindrücke schildern und Fragen stellen können.

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